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Engagierte Bürger verleihen erstmals einen Preis für dreistes “Greenwashing”
Zum ersten Mal wird der Bürgerpreis “DIE GRÜNE TOMATE – ausgezeichnet unreif” für dreistes Greenwashing verliehen. Die Idee für diesen Preis entstand, als Mitglieder der Internet-Plattform utopia.de im dortigen Forum darüber diskutierten, wie man auf die vielfältigen Versuche der Vermarkter reagieren sollte, Produkte und Haltungen ökologisch korrekter darzustellen, als sie tatsächlich sind.
Die Kulturwissenschaftlerin und Initiatorin Christina Lohase entwickelte in einem offenen Web 2.0 – Entwicklungsprozess zusammen mit der engagierten Nachhaltigkeits-Community von Utopia, der Texterin
Sanne Stenger und dem Grafiker Daniel Hundertmark Titel, Texte und Logo der Auszeichnung.
Der Preis soll keineswegs nur anprangern, sondern – ausgestattet mit einer “Pflegeanleitung” – den Ausgezeichneten auch auf die Sprünge helfen am Ende doch für positive Veränderungen im Sinne einer nachhaltigeren Gesellschaft zu wirken.
Nach einer Nominierungsphase wurde bis 29.9.2008 auf www.utopia.de final abgestimmt und ein klarer Sieger für den Monat September ermittelt:
Mit 45,76 % wählte die Mehrheit der Community CDU Generalsekretär Ronald Pofalla, für seinen am 23.7.08 verlautbarten Satz: “Kernkraft ist für die CDU Ökoenergie”.
Für diese Verharmlosung der Atomkraft und den grünen Anstrich, den er der Kernenergie damit gibt, wird Ronald Pofalla mit “DIE GRÜNE TOMATE – ausgezeichnet unreif” geehrt. Die Auszeichnungsurkunde wird Herrn Ronald Pofalla zugestellt.
Auf den Plätzen zwei und drei landeten Vattenfall für die Kampagne “Kohlekraftwerk Moorburg” sowie der Verband der deutschen Automobilhersteller (VDA) für deren Kampagne “Unsere Autos”. Das amtliche Endergebnis ist nachzulesen unter: http://www.utopia.de/forum/showthread.php?t=2349
DIE GRÜNE TOMATE wird ab sofort monatlich an Unternehmen, Produkte, Manager, Politiker, Lobbyisten, Agenturen, Pressestellen oder Institutionen vergeben, die durch “Greenwashing” glänzen.
Lieber Fair Trade Man,
die letzten zwei Wochen mit dir waren eine schöne Zeit. 14 Sequals gab es, und damit hast du Spiderman immerhin um 11 übertroffen.
Auch wenn du vielleicht nicht so spektakulär wie Spiderman agiert hast und es bei dir eher entspannt und entschleunigt zu ging, so hast doch auch du diese Welt, wenn auch im kleinen, zu einem besseren Ort gemacht.
Die Veränderungen habe ich am eigenen Leib gespürt. Meine Wahrnehmung wurde selektiver, ich sah Stände von Eine-Welt-Initiativen, wo ich früher von bunten Strick-Pullies geblendet wurde. Heute konnte ich an keinem vorbeigehen ohne nicht wenigstens ein neues faires Produkt auszuprobieren. Neben Tee und Kaffee, die ich eh’ schon als Fair-Trade-Produkte in meinen Regalen stehen hatte, probierte ich Schokolade, Gummi-Bärchen, Kakao, Energy-Drinks, Schokocreme und einen fairen Wein, den ich ganz besonders hervorheben möchte (den 2007 Cabernet Sauvignon von Stellar Organics – bio und fair).
Das Faire Fest in Wuppertal, war sicherlich mein Highlight dieser Fairen Woche. Etlich Stände, die die ganze Facette des fairen Wuppertals gezeigt haben und ein ansprechendes Rahmenprogramm, haben mir und meiner Familie eine schöne Zeit beschert.
Mir hat es Spass gemacht dir zuzuschauen und ich verspreche dir, das deine Entbehrungen nicht umsonst waren. Ich werde weiterhin verstärkt fairer und einfach nachhaltig konsumieren. Und vielleicht besuchen wir ja mal gemeinsam die GEPA-Zentrale im schönen und fairen Wuppertal.
So long, farewell, auf Wiedersehen, good bye!
Wie Martin Unfried schon bei seinem Vortrag in Mainz treffend und anschaulich dargestellt hat, sollten nachhaltige Produkte nicht mit guten Gewissen beladen und überladen werden und so die Konsumenten zum Konsum “nötigen”. “…das sind moderne Produkte, die muss man haben, weil man sie haben will. In der Konsumgesellschaft muss man was haben um seines selbst willens.” Es geht darum klassische Marketingstrategien bei nachhaltigen Produkten umzusetzen und für eine Professionalisierung zu sorgen. (Das soetwas aber auch in die Hose gehen kann, sieht man am Beispiel Bionade)
Sein Vorschlag ist eine “Agentur für Klimaschutzgefühle”, die für 100 Mio. € zehn A-Promis einkauft, die mit allem mögliche Öko-Pipapo ausgestattet werden. Seine vorläufige Liste enthält Vorschläge wie Heidi Klum, Thomas Gottschalk, Michael Schumacher, Harald Schmidt, Tokio Hotel, Andre Rieu, Hape Kerkeling, Franz Josef Wagner, Josef Joffe, Bayern München und den Musikantenstadl.
Die Amis sind uns da, auch wenn es bei Ihnen eine Zeit gedauert hat, mal wieder einen Schritt voraus. Promis stellen sich der “grünen” Sache ganz bereitwillig zur Verfügung, da es mittlerwiele einfach zum guten Ton gehört. Ein Toyota Prius ist dort ein Statussymbol, das seinen Besitzer eine grüne Aura verleiht und so hip werden läßt. (Manchen anscheinend zu hip, so dass es schon erste Hass-Attacken gegen den Prius gibt.) Es gibt Internetseiten und Blogs von Promis, die einen grünen Lifestyle propagieren. wie bspw. von Gisele Bündchen oder Leonardo di Caprio.
Es gibt anscheinend so viel über das grüne oder nicht so grüne Leben der Promis zu berichten, dass sich damit schon ein eigenes Gossip-Klatsch-und-Tratsch-Blog befüllen lässt. Ecorazzi berichtet über die neuesten Öko-Aktionen der Promis. Sei es eine Aktion von PETA, die Armani-Family Tom Cruise und Katie Holmes davon zu überzeugen ihrer Tochter Suri kein Fell anzuziehen, sei es der unvermeintliche Bono, der in natürlich nicht fehlen darf, sogar der Tod von Thomas Dörflein (der Tierpfleger von Eisbär Knut) wird thematisiert.
So etwas brauchen wir auch für Deutschland! Aber dafür müssten unsere Promis erstmal einen nachhaltigen Stil pflegen und offensiv vertreten. Anyone?
Greenwashing ist der Versuch von Konzernen sich in der Öffentlichkeit durch PR- oder Marketing Aktivitäten einen grünen Anstrich zu verpassen. Bei Utopia wird dazu in Kürze zum ersten Mal “Die Grüne Tomate” verliehen. Ganz heiß im Rennen ist Ronald Pofalla (“Atomstrom ist Ökostrom”), dass ist zwar streng genommen kein Greenwashing, sondern dumm, aber trotzdem lustig. (zur Abstimmung)
Sehr passend zu diesem Thema gibt es ein lustiges kleines Video von MTV.
via Utopia
Hier wirbt der Sender für seine MTV-Switch-Kampagne, die das “junge” MTV-Publikum in Sachen Öko informieren soll.

