Seit gut einem Monat kommentieren wir hier in diesem Blog nachhaltige Ideen, Produkte und Geschäftsmodelle. Das war uns aber nie genug und schon von Anfang an stand die Idee ein eigenes Konzept zu entwickeln und umzusetzen. Nach vielen Gesprächen ist die Idee soweit gereift, dass wir uns jetzt an die Umsetzung machen.
Unser Ziel ist es, nachhaltigen Produkten mehr Aufmerksamkeit zu bieten und sie im Bewusstsein der breiten Masse zu verankern. Wir werden außergewöhnliche Produkte suchen, finden und verkaufen.
Im Blog werden wir Euch über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Da wir auch große Fans von Crowdsourcing und Open Innovation sind, hoffen wir, dass Ihr die Möglichkeit ergreift aktiv Mitzumachen und durch Feedback, Kommentare und Anregungen das Konzept mit uns zu entwickeln.
Sobald Kunden an die Kasse kommen, vergessen sie meist ihre umweltfreundliche Einstellung. McKinsey zeigt in einem aktuellen Artikel (“Helping ‘green’ products grow” – von Sheila M. J. Bonini und Jeremy M. Oppenheim), was Unternehmen tun können damit Kunden grüne Produkte kaufen.
An der Studie, die dem Artikel zugrunde liegt, nahmen 7.751 Menschen in Brasilien, Kanada, China, Frankreich, Deutschland, Indien, Großbritannien und den USA teil. Ein Großteil, nämlich 87% der Kunden, sind beim Einkauf über den ökologischen und sozialen Effekt der Produkte besorgt, aber nur wenige Kunden handeln letztendlich danach. Das Problem ist dabei allerdings nicht nur die Bequemlichkeit der Kunden. Zu einem großen Teil liegt es bei den Unternehmen, die es nicht geschafft haben Kunden über die Vorteiler grüner Produkte aufzuklären und ansprechende nachhaltige Produkte zu entwickeln und zu vermarkten. Unternehmen müssen es schaffen die Barrieren zwischen der Intention der Kunden grüne Produkte zu kaufen und dem eigentlichen Kauf abzubauen.
In ihrem Artikel identifizieren Bonini und Oppenheim fünf Barrieren, die von Unternehmen beseitigt werden müssen, damit Kunden sich für den Kauf von grünen Produkten entscheiden und die Unternehmen ihren Umsatz mit diesen Produkten steigern:
- Fehlendes Bewusstsein – Kunden müssen über grüne Alternativen für konventionelle Produkte aufgeklärt werden.
- Negative Wahrnehmung – Kunden müssen davon überzeugt werden, dass grüne Produkte genauso gut, wenn nicht besser als “normale” Produkte sind.
- Misstrauen – Kunden müsen davon überzeugt sein, dass die grünen Produkte auch wirklich grün sind und nicht einfach nur als solche deklariert werden.
- Hoher Preis – Kunden glauben oft, dass grüne Produkte zu teuer sind.
- Geringe Verfügbarkeit – Kunden glauben, dass grüne Produkte nur schwer zu finden sind.
- Apple Fan Boys werden ganz schön ruppig, wenn Greenpeace ihre geliebten Macs kritisiert.
- Sebastian Keil über sein wichtigstes Take Away von der Web 2.0 Expo in Berlin. Tim O’Reilly ermutigt Entrepreneure sich mit Aspekten zu beschäftigen, die jeden Menschen auf diesem Planeten betreffen.(tags: nachhaltigkeit web2.0)
Eigentlich ein wenig verwunderlich, dass Bransparent nicht in unserer langen Diskussion zum Artikel “Wo finde ich nachhaltige Produkte” erwähnt wurde. Das Unternehmen wurde in dieser Woche als 3. beste Internet Business Idee 2008 ausgezeichnet. Wie ich finde, ein sehr spannendes Konzept.
Bransparent ist ein Informations- und Shoppingportal für Konsumenten, die beim Kauf Wert auf die soziale und ökologische Herkunft ihrer Produkte legen. Mit dieser ersten Version geben wir nachweislich umweltbewussten und sozialverantwortlichen Textilfirmen die Möglichkeit, sich zu präsentieren und ihre Produkte bei uns anzubieten.
Weitere Infos zum Wettbewerb gibt es bei Internet World, mehr zum Konzept im lohas-blog.
Regreen, ein Projekt der ASID (The American Society of Interior Designers’ Foundation) und der USGBC (U.S. Green Building Council), hat es sich zur Aufgabe gemacht, nachhaltige Renovierungen und deren Vorteile bei Hausbezitzern, Bewohnern, Designern sowie Lieferanten und Dienstleistern zu verbreiten. (Auf der Internetseite regreenprogram.com findet sich eine entsprechende Richtlinie)
Zudem habe ich auf der Seite die GREEN PRODUCT CHECKLIST entdeckt. Die 25 Fragen aufzeigt, die man sich stellen sollte, um herauszufinden, ob man ein grünes Produkt kauft.