permalink

31

Utopia in der Sinnkrise?!

Michael Wenzl berichtet auf Bio Emma über die Kooperation von Utopia und MySpace bei “Meine Welt” und kommt dabei auch auf den Spagat zu sprechen, den Utopia zwischen Glaubwürdigkeit und Wirtschaftlichkeit bewältigen muss. Auch in den Kommentaren wird kritisch mit Utopia umgegangen: Hans-Jürgen Langenbahn vom Blog Kaffee-Satz ist nicht von Utopia überzeugt und empfindet die Seite als “nicht echt”. Und auch in diesem Blog wurde schon kritisch über Utopia diskutiert (siehe Utopia knackt die 25.000 Nutzer Marke).

Die gleiche Diskussion spielt sich auch innerhalb Utopias ab (siehe Utopia-Forum). Viele Utopia-Mitglieder fühlen sich durch die massive Vermarktung von Utopia und die oft unkritische Verzahnung von Inhalten und Werbung hintergangen. Utopia zahlt beispielsweise in seinem Zanox-Partnerprogramm 2-3 Euro pro neuem User, bebetreibt  Linktausch mit einem Frauenmagazin das Pelz als Modetrend darstellt und veranstaltet verschiedene Aktionen mit Vaillant.

Die Frage ist, hat Utopia bisher einfach die falsche Zielgruppe angesprochen, diejenigen mit dem LOHASS? Oder wäre der aktive Teil der Utopia-Community wohl besser bei fairdo aufgehoben?

Utopia wird in genau einer Woche 1 Jahr alt und steckt in seiner ersten Sinnkrise. Es bildet sich ein Konfilkt heraus, der zeigt, dass die wirtschaftlichen Ziele der Macher nicht immer im Einklang mit den ideellen Zielen der Mitglieder stehen. Utopia will Wachstum um jeden Preis, während zumindest der aktive Part Community am liebsten unter sich bliebe. Für Utopia definiert sich die eigene Relevanz über Größe, für die Mitglieder über ihre Aktionen und ihre in und um Utopia angestoßenen Projekte. Utopia sucht konstruktive Pragmatiker, die aktive Community besteht aus zu einem großen Teil aus ideologie-getriebenen Aktivisten. LOHAS vs. LOVOS. Öko 2.0 vs. Öko 1.0. Neo-Ökos vs. Alt-Ökos.

Persönlich sehe ich diesen Konflikt sehr kritisch. Ein Kampf zwischen den beiden Lagern hat für keine der beiden Seiten Vorteile, besonders dann nicht, wenn er nicht konstruktiv geführt wird. Die Überzeugungstäter sind, so leid es mir tut, nur eine Minderheit, die große Masse gehört zu den Hedonisten, die den “Lifestyle of Health and Sustainability” leben. Natürlich würde auch ich mir mehr Überzeugungstäter wünschen, aber glaube auch, dass selbst der SUV-Fahrer mit Bionade am Steuer bereits einen Schritt in die richtige Richtung gemacht hat (siehe Was bin ich? – Auf der Suche nach der nachhaltigen Identität). Ein Wachstum von Utopia kann und wird in der Tat dieser Bewegung eine kräftigere Stimme verleihen und hoffentlich auch den Unternehmen zeigen, wie immer mehr Menschen ticken, welche Bedürfnisse diese haben und nach welchen Produkten sie verlangen.

Utopia startet vielleicht keine Revolution, aber eine Evolution ist bestimmt nachhaltiger. Alt-, Neo- und Pseudo-Ökos aller Länder vereinigt Euch, nur gemeinsam können wir es schaffen.

31 Kommentare

  1. Also wenn wir jetzt mal annehmen, Utopia steckt in der Sinnkrise, welche ich für MICH von Anfang an dort sah (was sich vor allem dadurch ausdrückt, dass ich mich zwar angemeldet, aber nie aktiv wurde), dann würde ich meinen, es war ja abzusehen.

    Wenn man das Thema des 21. Jahrhunderts – NACHHALTIGKEIT – Marketing- und Mediengerecht auf Konsum runter reduziert und dann noch kurzlebige Trend Begriffe wie LOHAS vor den Karren spannt, dann kann die Reise nicht lange dauern.

    Diese Oberflächlichkeit führt so oder so zu einer Unzufriedenheit und wird auch keine große Revolution oder Welle auslösen.

    Und vielleicht steckte in der Namenswahl ein wenig Selbstironie, wenn man ein Projekt das Verändern will, auf dem Wort UTOPIE aufbaut.

    Wikipedia dazu:

    Utopie ist eine Wunschvorstellung, die sich dadurch auszeichnet, dass sie zwar denkbar und in vielen Fällen wünschenswert, vor dem jeweiligen historisch-kulturellen Hintergrund jedoch in vielen Fällen (noch) nicht oder nicht mehr realisierbar ist. Sie ist die Beschreibung einer Welt, eines Ortes, an dem derartige Vorstellungen verwirklicht sind. Im Sprachgebrauch wird Utopie auch als Synonym für einen von der jeweils vorherrschenden Gesellschaft vorwiegend als unausführbar betrachteten Plan, ein Konzept und eine Vision, benutzt.

  2. Jetzt habe ich gerade bei dem Beitrag bei Bio Emma in einem Kommentar geschrieben, dass ich es weniger für ein Problem von Gewinnorientierung vs. Glaubwürdigkeit halte als vielmehr für ein Problem des Stils und der Tiefe halte, warum bei mir genausowenig der utopia-Funke überspringt wie bei Hans vom Kaffee-Satz. Und dann lese ich hier, dass auch Hannes Offenbacher ein Problem mit der Oberflächlichkeit von Utopia hat und auch er deshalb zu den inaktiven Mitgliedern gehört.
    Utopia kommt für mich ein bisschen wie ein “Sat 1 der Nachhaltigkeit” daher mit vielen plakativen Sprüchen, einfachen Antworten auf komplexe Fragen und ordentlich Glitzerwelt.

    Entweder muss man diesen Weg gehen, weil man auf die Nutzerzahl und Werbeeinnahmen schielt oder man geht ihn, weil die Köpfe hinter utopia aus der Werbebranche kommen und diese Form der Kommunikation dort zuhause ist, aber auf die Dauer ist das “not my cup of tea”.
    Nein, deshalb werde ich nicht bei utopia austreten und mich dort auch nicht an irgendwelchen Glaubenskämpfen beteiligen, aber mir gelegentlich still wünschen, dass es dort einen Ort gäbe, an dem endlich einmal alle Textillabels und ihre Kriterien aufgelistet und die verschiedenen Techniken von Energiesparlampen einmal im Vergleich dargestellt wären.

  3. Auf utopia.de gibt es zur Zeit im Forum eine offene Diskussion zu den Themen Quantität und Qualität, Authentizität und Glaubwürdigkeit…den Interessen der utopia AG und den Interessen der aktiven Community…

    Die Community ist ein bunter Mix aus nachhaltig orientierten Menschen, die unter dem auf Konsum und Lifestyle ausgerichteten Begriff LOHAS nur schwer subsummiert werden können.

    Die Marketingexperten beißen sich die Zähne an den so genannten LOHAS aus. Sie sind so schwer zu fassen… Die so genannten LOHAS sind keine homogene Zielgruppe. Sie wollen sich einfach nicht in Schubladen zwängen lassen…

    Dauerhaft erreicht man die Menschen, die Nachhaltigkeit nicht als Lifestyle, sonden als Lebensziel sehen, nur mit Glaubwürdigkeit und Authentizität, Greenwashing hilft rein gar nicht, sondern bewirkt das Gegenteil.

    Aus diesem Grunde wurde auf utopia.de aus der Community heraus auch der neue Bürgerpreis “DIE GRÜNE TOMATE – ausgezeichnet unreif” entwickelt.
    http://www.utopia.de/forum/showthread.php?t=2393

    Viele Grüße von Christina Lohase

  4. @Hannes
    Eigentlich ist der Name sogar sehr gut gewählt, da eine Utopie ja Wege für Veränderungen aufzeigen will und eine erstrebenswerte “ideale” Gesellschaft beschreibt und der Gesellschaft kritisch den Spiegel vorhält. (Ja, habe auch bei Wikipedia nachgeguckt.;-))

    Ironisch wird es nur dadurch, wenn Claudia Langer folgendes im Chat von sich gibt:

    “lapsina: Mit Blick auf die Utopisten: Haben die Utopia-Macher eigentlich die “richtige” Zielgruppe erreicht? Zumindest im Forum ist neben dem “strategischen” v.a. der Verzicht auf Konsum angesagt…Hindert das nicht die Acquise von Werbe-Kunden, die Utopia ja finanzieren?

    Claudia Langer: Ich glaube, das ist nur eine Frage der Zeit. Mit jeder Neuanmeldung wird die Community bunter. Ich sehe heute bereits viele Utopisten, die das Machbare im Auge haben und pragmatisch sind.

    Es sieht fast so aus, als möchte sie ihre bisherige “Stammkundschaft” vor den Kopf stoßen und loswerden, da diese dem Geschäft und der Kommerzialisierung im Weg steht. Wenn das mal nicht nach hinten losgeht. Schließlich braucht Utopia gerade diese Überzeugungstäter als Sinnstifter. Ohne die ist es mit der Glaubwürdigkeit bald ganz vorüber.

    Bei Utopia würde ich ganz klar den readaktionellen Content von der Community trennen. In der Community herrscht alles andere als Oberflächlichkeit. Utopia muss daher, diese gewachsenen oft vielleicht auch utopischen Projekte unterstützen, um nicht ganz ins Mittelmaß abzurutschen.

    @Amei
    Persönlich habe ich auch kein Problem mit der Gewinnorientierung, dass Problem ist aber, dass vieler der aktiven Mitglieder hier ein Problem sehen. Utopia hat wohl von Anfang an die falsche Zielgruppe angesprochen und erkennt dies, wie obriges Zitat zeigt, auch langsam.

    Wenn Utopia die Gradwanderung schafft und sowohl die wirklichen Utopisten als auch die pragmatischen Hedonisten anzusprechen, dann haben alle etwas gewonnen. Utopia seine Glaubwürdigkeit und die Verankerung in der breiten Masse, die Aktivisten eine Plattform um sich auszutauschen und neue Projekte anzustoßen und die Lifestyle-Ökos eine Plattform um sich zu informieren und Spaß zu haben. Gemeinsam hätte man eine starke Stimme und könnte vielleicht wirklich etwas bewegen und den gesellschaftlichen Wandel vorantreiben.

    Ob dies allerdings gelingt, ist sehr fraglich, da unglaublich schwierig. Zu wünschen wäre es aber, finde ich!

    @Christina
    Willst du damit sagen, dass Utopia selber eine guter Kandidat für “Die Grüne Tomate” wäre? ;-)

  5. Wisst ihr, ich denke mir noch ganz was anderes. Wenn man wirklich ein Umdenken, eine Welle, eine Revolution auslösen will, dann ist es rein strategisch völlig kontraproduktiv, WIEDER eine eigene Community zu programmieren und so einen geschlossenen Raum für – die bereits überzeugten – zu schaffen.

    Sinnvoll wäre heute, sich auf die größte und schnellst wachsende Community zu konzentrieren (www.facebook.com) die ein enormes Potential an viralen Effekten in sich birgt, dass einfach nur grandios ist.

    Und dort kann ich dann spielend die bereits 110 Millionen Mitglieder auf das Thema “Nachhaltigkeit & Konsum” aufmerksam machen. Der Trend zeigt eindeutig, dass der Markt der Social Networks sind bereinigt und jeder sich auf 1-2 “Social Homes” konzentriert (Xing, Facebook, linkedin, myspace). Zudem wäre eine Integration auch technologisch sinnvoll, den hier steckt Utopia augenscheinlich in Problemen. (Jaja, 25.000 ist schon nett, aber anmelden tut man sich schnell. Gleichschnell wie inaktiv werden.)

    Natürlich will ich den Utopia Machern nicht absprechen, dass sie wiederum aus strategischen Gründen, die Sache bei sich halten, um Werbung zu schalten und so ihre eigenen Rechnungen zahlen zu können.

    So oder so. Alle spüren, dass das Konzept nicht rund ist. Das bestätigt mir auch der Kommentar von “Christina Lohase”, der wenig bis gar nicht auf die kritischen Stimmen eingeht, sondern nur PR Texte reinklopft.

    Aber was reden wir hier. Utopia ist ein AG. Die Macherin kommt aus der PR/Marketing Ecke. Man will ein erfolgreiches Business aufstellen. Und fertig. Da muss man auch die rosarote Brille abnehmen.

  6. Markus, funktionieren hier die Pings/Trackbacks? Gerade habe ich noch das Wort zum Sonntag zum Thema gefunden: http://lohaslifestyle.blogspot.com/2008/11/das-wort-zum-sonntag.html, das diesen Beitrag hier aufgreift.

    @ Hannes: dorthin gehen, wo die Menschen sind (facebook, myspace, xing) und nicht wieder eine neue Adresse aufbauen: absolut richtig, werde ich auch versuchen für faircustomer.ch umzusetzen. Gibt es da gute Ideen, Erfahrungsberichte, best practise im Netz, wo man sich etwas abschauen kann?

  7. @Amei
    Vielen Dank für den Tipp. Trackbacks sollten eigentlich funktionieren, anbei der entsprechende Link –> Trackback-Link.

    @Hannes
    Bin direkt mal der Gruppe beigetreten und gespannt, was sich so ergibt.

  8. Pingback: utopistische sinnkrise ? « gokui signs

  9. hallo,

    da ich selbst mitglied dieser community/ utopia bin und auch das übliche forengerde sowie sinnkrisen u. forendynamiken bestens kenne, wundert mich diese geäußerte meinung nicht. für mich ist dies jedenfalls nicht neues. natürlich gibt es immer wieder sinnkrisen und dinge die hinterfragt werden können/ sollten/ müßten, aber ist das nicht normal ?

    für mich ist utopia jdenfalls eine quelle/ plattform um mal mit den gedanken um u. für die welt spielen zu können. sogenannte sinnkrisen sind für mich nichts neues und bedeuten eher vortrieb mit hinterfragen, als stumpfes abkupfern. das hat auch nichts mit lifestyl zu tun, zumal ich mich auch nicht in eine kiste stecken lasse.

    dabei trifft sich der gelegenheitsöko mit dem hardliner, es wird viel getippt, sinnvoll oder eben sinnfrei ( ? ) . wer sich die mühe macht, etwas sucht das ihn bewegt, der wird sicherlich fündig werden. natürlich muß er nicht ausschließlich auf utopia fündig werden, er kann. die freie wahl die für ihn als sinnvoll erscheinende quelle bleibt letztendlich jedem selbst überlassen.

    wer sich an was stört hat ja entweder die möglichkeit aktiv dinge zu ändern, konstruktiv kritik zu üben oder sich zurückzuziehen und anderen foren zuzuwenden. allerdings versteh ich den in den kommentaren genannten zusammenhang nicht ganz, das auf der einen seite utopia strategischer konsum und werbung auf dem portal in frage gestellt wird, auf der anderen seite aber davon geredet wird, daß man doch eine breitere masse über Xing, Facebook, linkedin, myspace erreichen könne ? natürlich kann ich da eine breite masse erreichen, doch womit will ich sie dort ködern ( wenn auch nur gedanklich ) ?

    sind wir doch mal ehrlich, diese breite masse trink ihre bionade bestenfalls weil´s chick ist und macht sich nur gedanken über die spritpreise weil der eigene geldbeutel überproprotional geleert wird. ( um die breite masse wirklich anzusprechen, wird es wohl eher eines noch RTL & SAT1 mäßigeren niveaus bedürfen.) ich will diesen grundgedanken aber nicht gänzlich schlecht machen, ein versuch – ergänzend – wär es schon wert.

    danke

  10. Pingback: Netzwerk(e) für die Chance Nachhaltigkeit - Die_Farmblogger

  11. Pingback: Chance Nachhatligkeit – Bio Emma

  12. @Hannes
    Ausgangspunkt des Artikels war ja zum einen auch, dass Utopia jetzt mit MySpace kooperiert und dort eine eigene Aktion, namentlich “Meine Welt” laufen hat (Link:Meine Welt. Zur Zeit ist MySpace ja sogar noch ein wenig größer als Facebook, auch wenn Facebook gnadenlos aufholt.

    Die Aktion “Bin gespannt, wie sich “100.000 Gesichter für die Chance Nachhaltigkeit” entwickelt. Werde später auch mal Werbung machen.

    @gokui
    Vielen Dank für deinen Kommentar. Ich sehe das ähnlich. Auch ich bin recht aktiv auf Utopia und kann dieser “Sinnkrise” durchaus positives abgewinnen.

    Die Frage bleibt aber, ob Utopia das Potential hat die breite Masse zu erreichen. Ob Hannes’ Aktion das Zeug dazu hat bleibt abzuwarten. Es wird für beide schwierig, aber ich hoffe, dass es einer von beiden schafft.

    @Michael
    Ups, peinlich. Schon erledigt!

  13. @Markus Ja, mySpace ist schon groß, aber die viralen Effekte sind im Vergleich zu facebook gering. Die Gruppe hat nach nicht mal 24 Stunden schon 113 Mitglieder :-)

    Dazu kommt noch, dass Facebook mit der offenen Schnittstelle unendliche Möglichkeiten anbietet, eigene System reinzuweben.

    Aber man kann mySpace mit Facebook natürlich nicht vergleichen. Das sind ganz andere Systeme. Ich – als alter Social Network Hase – setze dennoch auf Facebook, alleine schon weil ich die Zielgruppe für viel spannender empfinde.

    LG

  14. MySpace ist in meinen Augen so ziemlich die größte Spammaschine, die es gibt. Mein Konto habe ich daher beizeiten wieder gelöscht. Auf hat der Großteil der User dort mit den Zielen von Utopia nichts am Hut. Aber klar, will man neue User haben, muss man dort agieren, wo die Leute sind.

    Den internen Konflikt, wie es ihn in Utopia derzeit gibt, hat man doch überall in dieser Szene. Den kann man gut mit dem zwischen Fundis und Realos bei den Grünen vergleichen. Möchte man eine kleine Gemeinschaft eigeschworener Idealisten sein oder die breite Öffentlichkeit zum Nachdenken animieren. Das führt immer zu Konflikten dieser Art.

  15. @Stoibär: Jetzt bin ich mal Utopist und denke es ist möglich – ohne zwischen diesen 2 Seiten zu wählen oder eine zu verscheuchen.

    Aber: Dazu muss man mal die Dualität des Diskurses verlassen. Das ist natürlich nicht einfach und diese Abnabelung von einer Zielgruppe widerspricht natürlich jeglichem Marketing Gedanken. Denn kann man ohne klar abgrenzbare Zielgruppe agieren?

    Ich denke ja, aber es bedarf einer neuen Art von Kommunikation. Das gleiche gilt (vor allem) für die Politik…

    Im Weg stehen uns da vor allem die konventionellen Medien, denn diese sind in ihren Sparten und Regeln gefangen.. (hier die böse Industrie, da die braven Weltverbesserer) und hier schließt sich der Kreis zum Social Web, welches es ermöglicht einen eigenen, neuen Kanal zu öffnen.

  16. @Hannes
    Keine Frage, da stimme ich dir voll und ganz zu. Facebook ist der ideale Ort und bietet sicherlich eine größere Schnittmenge bei den Zielgruppen. Bin schon gespannt, welche Projekte durch die Gruppe angestoßen werden und was die Gruppe sonst noch auslöst.

    Ihr dürft uns natürlich auch gerne beim Aufbau unseres kleinen Start-Ups unterstützen. ;-)

    @StoiBär
    Ja, ich kann mit MySpace auch nicht viel anfangen. Ist wahrscheinlich eine der ganz wenigen Seiten, bei denen ich mich nicht mal registriert habe. Ansonsten schau ich mir fast alles an.

    Sicher gibt es diesen Konflikt überall in der Szene, spannend wird aber, wie er bei Utopia gelöst wird. Im Moment scheinen die Fundis die Utopia-Macher zumindest ein bisschen zu stören. (siehe Zitat von Claudia Langer)

  17. Pingback: energynet » Blog Archiv » Wissen der Masse nutzen

  18. Pingback: LOHAS - Mythos und Wirklichkeit. | Kaffee-Satz!

  19. Pingback: Einfach Nachhaltig

  20. hallo markus, hallo zusammen,

    “Die Frage bleibt aber, ob Utopia das Potential hat die breite Masse zu erreichen. Ob Hannes’ Aktion das Zeug dazu hat bleibt abzuwarten. Es wird für beide schwierig, aber ich hoffe, dass es einer von beiden schafft.”

    für mich stellt sich diese frage nicht. un dich finde, bei allem guten willen und hintergedanken, wäre eine breite ansprache mal so richtige utopi. ich sehe utopia als eine spielwiese für intressierte, und diejenigen die es mal werden könnten. aber dieses oder überhaupt ein ähnliches protal, werden nie erreichen, daß sich antiökos oder stumpsinnige umweltverschmuzter ohne hirn dort für die ideen von utopia interessieren.
    ich könnte die frage als beispiel auch anders stellen: wer von euch würd sich in einem kampfkunst/ kamfsportportal anmelden wenn er nicht mal annähernd was mit der thematik im sinn hat ? niemand. es wäre also vergeudete zeit und energie dies versuchen zu wollen.
    ich denke die grobe marschrichtung bei ist, diejenigen die schon dort sind und potentielle menschen kennen die sich für eine deratige thematik interssieren, werden ihnen ein passendes werkzeug an die hand geben um ihren weg neu gehen zu können. vielleicht werden sie dorthin eingeladen – wie bei mir geschene – oder es wird ihnen einfach vorgelebt.
    die welt zu ändern, zu verbessern nur durch ein portal wird niemals gelingen, so schade es auch ist. und erst recht nicht durch eine ( massive ) vorgehensweise in artfremden portalen/ plattformen.

  21. Hi gokui,

    vielen Dank für deinen Kommentar.

    Natürlich hat Utopia nicht die Kraft jemanden in seiner Denkweise umzudrehen, aber es kann für Leute, die sich schon auf dem Weg in Richtung nachhaltigen Lebensstil befinden, eine gute Plattform sein, um weitere Ideen und Anregungen zu erhalten.

    Utopia sieht sich selbst als LOHAS-Portal und zu dieser “Zielgruppe” soll Schätzungen zufolge ca. 30% der Deutschen gehören (Und bevor Hannes hier wieder einschreitet, ja, darüber kann man streiten und sicher werden sich nicht alle potentiellen Mitglieder auch anmelden.) Wenn es aber einem Portal (Utopia) oder einer Gruppe auf einer Community (“100.000 Gesichter”) gelingt einen großen Teil dieser Leute zu aktivieren, dann kann dadurch durchaus die Welt verändert werden. Denn eine solch große Gruppe kann von Konzernen und Politik nicht einfach übersehen werden.

    Ob dies aber gelingt, dass bleibt die Frage!

    Grüße
    Markus

  22. hallo markus,
    hallo zusammen,

    natürlich müssen/ sollten alte denkweisen aufgebrochen werden. und genau da sehe ich das eigentliche ziel von Utopia. das dabei eine quasiansprache der zielgruppe LOHAS – oder welche auch immer – stattfindet ist nur ein positiver nebeneffekt. ( zum thema LOHASgruppe habe ich noch was im kopf, muß es aber noch niederschreiben. )

    zu deinen gedanken in bezug auf “angesprochene” gruppe: ja natürlich kann sie nicht übersehen werden und letztendlich, sind wir mal ehrlich, wollen die nicht übersehen werden. und zwar von beiden seiten, als da wären die seiten der politik und wirtschaft und die gruppe selbst.
    politik und wirtschaft können es sich nicht leisten eine gruppe zu übersehen, weil ihnen sonst ein absatzsegment oder eine wählerfraktion fehlt. das ist, wa sauf der hand liegt, nicht im interesse der beiden.
    die gruppe selbst, LOHAS hin oder her, denn diese definierung der gruppe versucht etwas zu beschreiben was man nicht als gruppe erfassen kann. diese “segment” der interessen ist so umfassend so individuell. und genau das macht es ja so schwierig.

    gut soweit, schönen tag noch.

    ;-)

  23. Hallo ihr Lieben, ich habe in Utopia auch eine Gruppe gegründet “die neue Dimension- bewusste Wege zur neuen Erde” – es gibt ja gerade sehr viele Menschen die erwachen – im Sinne von- der Sinn meines Lebens in dieser Welt ist nicht das von allen gewünschte Marionetten Gehampel. Ich finde mich selbst in dem, was ich hinter all meinen Masken bin. Ich habe keinen Anspruch “Massen oder gar die Welt zu retten”. Zuerst muß ich mich selbst- besser mein wahres Selbst retten aus den Machenschaften und der Illusion dieser von Egos die sich als getrennt fühlen, erschaffenen Welt. In dieser einzig echten Verbindung der energetischen Seelenverbindung zu anderen entsteht etwas Großes, weil es schlichtweg die Anbindung an die einzig große Schöpferkraft hat die es gibt- unsere uns innewohnende göttliche, universelle Kraft.

    Massenbildung alleine bewirkt nichts- wir müssen einen gemeinsamen Fokus haben- wo wollen wir hin?-aus dem Wahn-sinn entrinnen oder ihn mildern durch bio-Ernäherung und reycelte Klamotten?

    Herzensgrüße sendet
    Satori

  24. Ich gehöre nicht zu den Hedonisten (Raumtemperatur momentan 12 Grad), bin und bleibe aber bei Utopia aktiv.
    Utopia zieht (über redaktionelle Werbung und Mundpropaganda) viele wohlwollende Leute an, bietet Anfängern und Fortgeschrittenen Austauschmöglichkeiten und Anschluß an die Aktivistenszene.
    Das ist eine Position, die sicher schwer zu besetzten und zu halten ist, aber ich denke, es ist eine wichtige Position.

  25. hallo Satori,

    kann es sein das dein nickname eine tiefer bedeutung hat ? dieser begriff kommt mir irgendwie “bekannt vor”. auch deine wortausführngen im kommentar sagen mir sehr zu.

    @Jonas: ja so sehe ich utopia auch.

  26. @Jonas und @gokui
    Auch ich sehe Utopia so, daher auch das Fazit:

    Utopia startet vielleicht keine Revolution, aber eine Evolution ist bestimmt nachhaltiger. Alt-, Neo- und Pseudo-Ökos aller Länder vereinigt Euch, nur gemeinsam können wir es schaffen.

  27. na dann sind wir schon mal drei die sich einig sind.

    ein zustand der in der heutigen gesellschaftlichen situation als hervorragend gesehen werden kann.

    schönen tag noch

  28. Pingback: Utopia – Neuer Look und ein Interview | betterandgreen

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.

*