Anbei eine recht interessante Pressemitteilung des Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP). Die Wege aufzeigt, wie man nachhaltige Themen einer größeren Öffentlichkeit zugänglich machen kann.

Welche Strategien sind nötig, damit Themen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit, Artensterben, ungesunde Ernährungsgewohnheiten und mangelnde Sozialstandards mehr Einzug in die Medien finden? Damit sich breite Bevölkerungsschichten für einen umweltfreundlicheren und sozialen Lebensstil begeistern? Welche massentauglichen Medienformate gibt es im In- und Ausland, die öffentliche Meinungen und Konsumverhalten in Richtung Nachhaltigkeit stärken können? Diesen Fragen geht die soeben veröffentlichte Studie nach, die unter Leitung des UNEP/Wuppertal Institute Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP) entstanden ist.

Anhand von zahlreichen Best Practice-Beispielen zeigen die Autoren Martina Hoffhaus und Sarah Lubjuhn in der Studie wegweisende Ansätze auf, die engagierte Medienunternehmen aus dem In- und Ausland erfolgreich umgesetzt haben. Durch eine systematische Analyse leitet die Studie wichtige Kriterien und nötige Handlungsfelder ab, die mehr soziale und ökologische Themen in aufmerksamkeitsstarken Medienformaten versprechen. Im Fokus stehen Medien aus den Bereichen (Unterhaltungs-) TV, Print und Web 2.0. So ist es etwa in den Niederlanden mit der Reality-TV Show „Echt Elly“ gelungen, eine Zielgruppe von Mainstreamkonsumenten mit niedrigerem sozialen Einkommensniveau und Bildungsstand zu erreichen, welche in der Regel nicht an Nachhaltigkeitsthemen interessiert sind. Kernkonzept des Medienformates war, dass die Fernsehzuschauer eine bekannte Sängerin dabei begleiten konnten, wie diese ihren Alltag nachhaltiger gestaltet; z.B. über konsumierte Produkte, Energiesparen, Mülltrennung etc. Die Studie stellt dieses Good Practice Beispiel, sowie weitere aus dem internationalen Bereich vor und diskutiert Erfolgsfaktoren.

Herzstück der Studie sind Empfehlungen für konkrete Maßnahmen, die Medienorganisationen in Kooperationen mit Partnern, insbesondere mit öffentlichen Institutionen, aber auch mit Konsumentengruppen, Civil Society Organisationen oder Unternehmen, ergreifen können, um den Bewusstseinswandel in Richtung nachhaltigeren Verhaltens dauerhaft zu verankern:
1. Den Informationsaustausch zum Thema Nachhaltigkeit anregen z. B. in Form eines webbasierten Kompetenzzentrums.

2. Durch gezielte Weiterbildungs- und Schulungsangebote werden Journalisten und Medienmacher sensibilisiert. (Lernen & Bildung)

3. Intensive Forschungsbegleitung, damit Aussagen über die Wirkung von (neuen) nachhaltigen Medienformaten und das Potenzial von Veränderungsprozessen getroffen werden können,

Die Ergebnisse der Studie wurden durch Experten/-innen aus Medien, Wissenschaft und Non-Profit-Organisationen (NGO/CSO) sowie Politik/Exekutive validiert. Damit wollten das CSCP sowie die Kooperationspartner der Studie – messagepool – Agentur für NachhaltigkeitsKommunikation, das Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Duisburg-Essen und die Forschungsgruppe „Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren“ des Wuppertal Instituts – die Praxistauglichkeit der entwickelten Maßnahmen sicherstellen. Die Studie kann kostenlos bezogen werden (Deutsch und Englisch): www.scp-centre.org (Rubrik: Publikationen).

Das UNEP/Wuppertal Institute Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP) ist ein not-for-profit think- und do tank, welcher aus einer Kollaboration zwischen dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie entstanden ist. Das CSCP bearbeitet innovative Themen im Bereich des nachhaltigen Konsumierens und Produzierens. www.scp-centre.org

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Comments ( 2 )

Zu dem Thema passt die Schweizer Idee und Umweltfreundliche Erfindung welche Kohlendioxid aus der Luft filtert. Sie haben ein Apparat entwickelt, der das CO2 energieeffizienter und solarbetrieben binden und als reinen Rohstoff wieder freigeben kann.

M. Jordan added these pithy words on Jun 19 10 at 15:10

Die Idee ist gut. Doch auch an Schulen und Kindergärten sollte man auch denken. Sie bilden die Menschheit von morgen. Wenn man sie für dieses Thema sensibilisiert, dann können sie ihr Verhalten ändern. Denn noch können sie geformt werden. Bei einem Erwachsenen geht das schlecht. Ich wurde zum Beispiel von meiner Tochter gefragt, warum ich denn Essensreste in den normalen Müll mache. Sie meinte, wir können doch einen Komposthaufen anlegen. Der ist wiederum gut für die Regenwürmer und die dann für uns. Ich war erstaunt, woher sie das alles wusste und bestürtzt über mich selbst. Mein Kind lehrt mich das umweltfreundliche wirtschaften.

Martha added these pithy words on Jun 23 10 at 10:15

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